Datenschutz für Webseiten

Das Thema Datenschutz für Webseiten ist sehr komplex und dabei geht es um mehr als nur die Einbindung von Impressum oder Datenschutzerklärung.
Datenschutz für Websites

Zuletzt aktualisiert: 03.08.2021

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Die rasante technologische Entwicklung im Internet hat dazu geführt, dass immer mehr Datenmengen Online genutzt werden. Aus diesem Grund wir der Datenschutz für Websites auch immer wichtiger. Unternehmen, die eigene Websites betreiben, müssen deshalb bei der Handhabung der Daten streng im Rahmen bestimmter gesetzlicher Vorgaben handeln. Beim Webdesign sollten deshalb Überlegungen zum Datenschutz von Anfang an mit einfließen. Die Einbindung von externen Schriften, Kartenmaterial, Grafiken ist nicht unproblematisch. Hinzu kommen verpflichtende Angaben auf Internetseiten.

 

Datenschutz Webseiten Kassel

 

 

Pflicht: Impressum

Jeder Betreiber einer Website mit geschäftsmäßiger Absicht, ist verpflichtet ein Impressum in der Homepage einzubinden.

Die inhaltlichen Mindestangaben sind in § 5 Telemediengesetz geregelt. Das Impressum dient Identitätszwecken und kann bei Fehlen oder Unvollständigkeit hohe Geldbußen nach sich ziehen. Der Name und die Anschrift gehören auf jeden Fall dort rein. Je nach Rechtsform des Unternehmens, sollte auch der Handelsregistereintrag eingebunden sein. Im Gesetzestext finden Sie dazu genaue Angaben. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich rechtliche Informationen bei einem Anwalt einzuholen.

 

Pflicht: Datenschutzerklärung

Eine Datenschutzerklärung für Ihre Webseite benötigen Sie dann, wenn Sie personenbezogene Daten erheben und verarbeiten. Sobald Sie ein Kontaktformulare, eine Kommentarfunktion nutzen, Cookies verwenden oder Analyse Tools (Google Analytics etc.) , müssen Sie Ihre Nutzer über deren Verwendung in der Datenschutzerklärung informieren.

Die Datenschutzerklärung sollte von jeder einzelnen Seite aus erreichbar sein. Also sollten Sie den Link zur Erklärung in der Fusszeile (Footer) oder in der Kopfzeile (Header) einbinden.

 

Pflicht: Cookie Hinweis mit Nutzer Einwilligung

Cookies sind personenbezogene Daten (Besuchernamen, Passwörter, Namen, Spracheinstellungen, Warenkorb, Suchanfragen, Farben etc.), die eine besuchte Webseite auf dem Computer zwischenspeichert, wenn diese besucht wird. Diese Daten sollen das Surfen und die Nutzung von Webseiten erleichtern. Auf diese Weise kann können Ihr Surfverhalten und Zugangsdaten gespeichert.

Aus diesen Gründen sollten Cookies wie alle anderen personenbezogenen Daten behandelt werden. Die genaue Rechtslage für Unternehmen ist nicht unbedingt leicht einzuschätzen. Auf der sicheren Seite ist derjenige Seitenbetreiber, der dem Besucher der Webseite auch anzeigt, dass Cookies auf der Website verwendet werden oder sogar die Einwilligung zur Setzung von Cookies verlangt, bevor er die Seite nutzen kann.

 

Verarbeitung von Kundendaten

Mit das wichtigste Kapital einer Website sind die Daten von Kunden und Nutzern. Gerade diese Informationen sollten deshalb nicht ohne Erlaubnis mit anderen Firmen geteilt werden. Personenbezogene Daten dürfen nicht ohne die Einwilligung des Kunden gespeichert und verarbeitet werden. Eine pauschale Einwilligung, die in den AGB des Unternehmens eingebunden ist, reicht dabei nicht aus. Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, muss das Einverständnis deutlich hervorgehoben werden. Deshalb ist es praktikabel dieses Einverständnis bei einem Kontaktformular direkt einzuholen.

 

Recht auf Löschung

Für viele Menschen können die vorhandenen Daten im Internet zu einem echten Problem werden. Das Internet vergiss nicht. In früherer Zeit haben Sie vielleicht einen Fehler gemacht oder sind mir Ihren persönlichen Informationen sehr leichtsinnig umgegangen (Party Bilder, freizügige Urlaubsfotos etc) und diese Fehltritte sind auch nach vielen Jahren noch Online zu finden, wenn man nach Ihrem Namen sucht. Der Ruf von Verbrauchern soll durch das Recht auf Löschung geschützt werden. Durch die DSGVO wurde dieses Recht europaweit wirksam und kann unter bestimmten Voraussetzungen auch eingeklagt werden.

 

Informationspflichten

Auch als kleiner und mittelständischer Unternehmer sollten Sie im engen Kontakt zu Ihrem Datenschutzbeauftragten stehen. Dieser kann Ihnen sagen, welche Pflichten im Umgang mit Kundendaten bestehen. Als Unternehmer müssen sie jederzeit in der Lage sein, Ihren Nutzern Auskunft über die von Ihnen gespeicherten Daten zu sein. Als Unternehmen im Kundenverkehr sind sie verpflichtet ein professionelles Qualitätsmanagement und Transparenz im Bereich der Informationspflichten nachzuweisen. Das betrifft die Speicherung und Nutzung der der hinterlegten Daten aber auch die Weitergabe der persönlichen Daten an Dritte.

 

Informationelle Selbstbestimmung

Ganz neu ist dieses Thema nicht. Es gewinnt im Zeitalter der Digitalisierung und der Informationstechnik immer mehr an Bedeutung. Wir geben viele Daten von uns im Alltag preis. Das betrifft aber nicht nur das Internet. Auch bei der Arbeit, beim Arzt, beim Einkaufen und bei Behörden werden persönliche Daten erhoben. Vielleicht haben Sie sich ja auch schon gefragt, wie diese Daten eventuell noch genutzt werden.

Für Unternehmen gilt es darauf zu achten, dass sie mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden die richtigen Vereinbarungen bezüglich der Verarbeitung der personenbezogenen Daten treffen.

Das Thema Datenschutz im Internet und auch Datenschutz auf Websites lässt sich nicht in wenigen Worten abhandeln. Daten sind Ihr Kapital, das sich durch falschen Umgang leicht verspielen lässt. Gehen Sie sorgsam mit den personenbezogenen Daten um. Ein Datenschutzbeauftragter kann eine gute Investition in die Zukunft sein. Bei Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern ist dieser ohnehin Pflicht. Jedoch können auch kleinere Unternehmen von seinem Wissen profitieren.

Die Vorgaben und Richtlichten werden auch in den nächsten Jahren stetig angepasst werden.

 

Rechtliche Folgen bei Verstößen

 

Bei Verstößen droht ein Bußgeld oder Abmahnung. Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen können durch Konkurrenten, Mitbewerber oder auch Verbraucherschutzverbände ausgesprochen werden. In solchen Fällen müssen die Seitenbetreiber die Abmahnkosten (oft mehrere Tausend Euro) sowie die Rechtsanwaltskosten tragen.

Rechtlicher Hinweis

 

Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung, sondern lediglich eine Hilfestellung, um wichtige rechtliche Themen zum Betreiben einer Website nicht aus den Augen zu verlieren. Konsultieren Sie bitte einen Fachanwalt für verbindliche, rechtliche Beratung und Handlungsanweisungen.

 

Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung

Wenn Sie als Unternehmer eine Website betreiben oder eine neue Firmenwebsite erstellen, dann sollten Sie das Thema Datenschutz nicht ignorieren oder auf die leichte Schulter nehmen. Sie sollten handeln und mindestens im Bezug darauf Ihre Website aktuell halten. Es gibt viele Unsicherheiten bei der Umsetzung.

Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie sich nicht sicher sind und Ihnen auch die Zeit für die Recherche im Internet fehlt. Wir beraten kostenlos und setzen die Vorgaben für Ihre Webseite auch gerne zeitnah um.

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